Wichteln im Büro: so klappt es im Team, vor Ort oder im Homeoffice

Veröffentlicht am 24. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Wichteln gehört in vielen Teams so fest zur Weihnachtszeit wie der Glühwein auf der Weihnachtsfeier. Es kostet wenig, bringt Kollegen ins Gespräch, die sich sonst kaum begegnen, und bleibt in guter Erinnerung, wenn es gut vorbereitet ist. So organisierst du es ohne Pannen, egal ob das ganze Team im Büro sitzt oder die Hälfte im Homeoffice arbeitet.

Wenn du zum ersten Mal wichtelst, lies zuerst die Regeln fürs Wichteln: Dieser Ratgeber setzt sie voraus.

Warum Wichteln im Büro so gut funktioniert

Allen Kolleginnen und Kollegen etwas zu schenken wäre teuer und ein bisschen absurd. Beim Wichteln kauft jeder nur ein Geschenk, mit kleinem Budget, für eine ausgeloste Person. Die Bescherung schafft einen echten gemeinsamen Moment, oft den einzigen im Jahr, an dem das ganze Team wegen etwas anderem als einem Meeting zusammenkommt.

Und es mischt die Abteilungen: Der Buchhalter zieht die Entwicklerin, die Praktikantin den Chef, und alle müssen sich ein wenig über jemanden informieren, den sie kaum kennen.

Der ideale Zeitplan

Der häufigste Fehler ist, zu spät anzufangen. Plane drei Wochen zwischen Ankündigung und Bescherung ein:

  1. Drei Wochen vorher: die Ankündigung. Eine Nachricht ans Team mit dem Termin der Bescherung, dem Budget, der Anmeldefrist und, falls es eins gibt, dem Motto.
  2. Zwei Wochen vorher: die Auslosung. Sobald die Liste steht, wird ausgelost. Alle bekommen ihren Namen per E-Mail.
  3. Eine Woche vorher: eine Erinnerung. Für alle, die noch kein Geschenk haben, vor allem wenn es bestellt werden muss.
  4. Der große Tag: die Bescherung. Auf der Weihnachtsfeier oder am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub.

Mit Pikki wird die Erinnerung vor der Bescherung automatisch verschickt, und sie entfällt, sobald jemand „Geschenk gekauft“ anhakt.

Ein kleines Budget, für alle gleich

Im Büro liegt das richtige Budget bei 5 bis 10 €. Darüber fühlen sich manche gezwungen, mehr auszugeben, als sie möchten; darunter landet man schnell beim Scherzartikel, der in der Schublade verschwindet. Nenn einen festen Betrag statt einer Spanne und sag klar, dass er eine Obergrenze ist.

Wirklich freiwillig

Das ist im Unternehmen die wichtigste Regel. Nicht jeder möchte mitmachen, aus finanziellen Gründen, aus Überzeugung oder einfach, weil er keine Lust hat, und niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen.

Ein paar bewährte Regeln:

  • bitte um Anmeldung, statt alle automatisch einzuplanen;
  • veröffentliche nicht, wer nicht mitmacht;
  • lade alle zur Bescherung ein, ob sie mitwichteln oder nicht: Es geht um den gemeinsamen Moment.

Die Auslosung: online ist einfacher

Zettel in einer Dose machen im Büro drei Probleme: Alle müssen am selben Tag da sein, irgendwer zieht immer sich selbst, und wer fehlt, muss einem Kollegen vertrauen, der für ihn zieht.

Eine Online-Auslosung fürs Wichteln löst all das. Wer organisiert, trägt Namen und E-Mail-Adressen ein, legt Budget und Termin fest und lost aus. Alle bekommen eine persönliche E-Mail mit dem Namen der Person, die sie beschenken. Niemand zieht sich selbst, und die Zahl der Teilnehmenden ist nicht begrenzt: Es funktioniert für ein Team von 6 wie für eine Abteilung von 80.

Wer organisiert, muss nicht mitmachen, praktisch, wenn sich die Personalabteilung oder die Teamassistenz darum kümmert. Macht die Person mit, sieht sie die Ergebnisse nicht: Sie bleiben in ihrem Dashboard verborgen.

Die Variante fürs Homeoffice

Mit einem hybriden oder komplett verteilten Team geht Wichteln trotzdem, es braucht nur etwas mehr Organisation:

  • die Online-Auslosung wird unverzichtbar, weil das Team nie komplett zusammen ist;
  • der Versand: Jeder schickt sein Geschenk direkt an die gezogene Person. Damit das Geheimnis gewahrt bleibt, kann die organisierende Person die Lieferadressen sammeln (nur von denen, die sie teilen möchten) und bei Bedarf weitergeben, ohne die Auslosung zu kennen;
  • die Alternative zum Paket: Um keine Privatadressen herumzuschicken, erlaubt Gutscheine, Abos oder digitale Geschenke;
  • das Auspacken im Videocall: Alle packen gleichzeitig aus, Kamera an, und jeder rät, wer sein Wichtel war.

Geschenke, die du unter Kollegen lieber vermeidest

Wichteln im Büro ist nicht Wichteln unter Freunden. Damit sich niemand unwohl fühlt:

  • kein Alkohol als Standard, außer du weißt, dass die Person gern etwas trinkt;
  • keine peinlichen Scherze: Ein „lustiges“ Geschenk über Aussehen, Alter oder Privatleben kommt vor dem ganzen Team schlecht an;
  • keine Kosmetik und kein Parfüm, zu persönlich;
  • nichts, was nach Vorwurf klingt: Der Wecker für den Kollegen, der immer zu spät kommt, ist für alle lustig, nur nicht für ihn.

Wenn dein Team Lust auf Blödsinn hat, macht lieber offen ein Schrottwichteln daraus: Dann wissen alle, worauf sie sich einlassen.

Ideen bis 10 €, die funktionieren

Am einfachsten ist es, nach Wünschen zu fragen. Bei Pikki kann jede teilnehmende Person ihre Wunschliste mit der Auslosung verknüpfen, dann muss niemand raten.

Sonst ein paar sichere Tipps:

  • eine gute Tasse oder Trinkflasche statt eines Werbeartikels;
  • guter Kaffee, Tee oder Pralinen vom Laden um die Ecke;
  • eine pflegeleichte Büropflanze;
  • ein Taschenbuch, ein originelles Kartenspiel oder ein kleines Knobelspiel;
  • ein schönes Notizbuch und ein guter Stift;
  • etwas Praktisches: Handyhalter, Ladekabel, Leselampe.

Häufige Fragen

Müssen alle mitmachen?

Nein. Ein verordnetes Wichteln sorgt eher für Unbehagen als für Stimmung. Bittet um Anmeldung und ladet alle zur Bescherung ein.

Geht Wichteln ohne die E-Mail-Adressen aller?

Ja. Pikki hat einen Bildschirm-Modus, der nur nach Namen fragt: Bei der Auslosung sieht jeder nacheinander seine Zuteilung am selben Bildschirm. Dafür muss das Team allerdings zusammen sein.

Was, wenn jemand das Unternehmen verlässt oder krank wird?

Hat die Person ihr Geschenk noch nicht gekauft, kann ein „Ersatzwichtel“ einspringen: eine oder zwei Freiwillige, die übernehmen. Das ist einfacher als eine neue Auslosung, die das Geheimnis für alle verraten würde.

Wie lange dauert die Organisation?

Online zwei Minuten, so lange, wie das Eintragen der Teilnehmenden dauert. Am längsten dauert es, die Anmeldeliste zu schließen.

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